Tagebuch

Notfalleinsatz in Moldova Noua

07.08.2017

Die Tierschutzorganisation "Solders for Romanian Dogs", mit der wir befreundet sind, leistet in Moldova Noua grossartige Arbeit. Jeden Monat bieten sie gratis Kastrationen für Hunde und Katzen an, egal ob mit oder ohne Besitzer.
Diese Arbeit ist nur möglich, da der fortschrittliche Bürgermeister sie voll unterstützt. Ein feiner Kerl, den wir auch schon kennenlernen durften.

Da Moldova Noua kein Tierheim hat, werden die gefundenen Welpen in alten, leer stehenden Gebäuden untergebracht. Freiwillige Helfer gehen täglich vorbei und füttern sie.

Gestern setzten Soldiers for Romanian Dogs einen Hilferuf im Facebook ab, den auch wir gelesen haben. Von sechs Welpen waren zwei spurlos verschwunden. Jeden Tag einer. Die Hunde waren bereits kastriert und es wurden auch schon neue Besitzer für sie gefunden. Nun war die Angst natürlich gross, dass noch weitere Welpen verschwinden würden.

Wir überlegten wie wir helfen konnten. Wir gaben Bescheid, dass wir sofort losfahren würden, um die vier Welpen zu holen. Währenddessen rotierten unsere Tierpfleger Ion und Vidu einige Hunde in verschiedene Gehege (die Gruppenzusammenstellung blieb gleich), damit wir ein Gehege frei bekamen, das für Welpen geeignet ist. Davon haben wir nur zwei und unser Tierheim ist bis auf einen Notfallzwinger komplett voll.

Als wir losfuhren, ging ein mächtiges Gewitter über Resita los. Zum Glück konnten wir dies bald hinter uns lassen. Unsere Fahrzeit nach Moldova Noua beträgt zwei Stunden. In dieser Zeit organisierte Soldiers for Romanian Dogs, dass zwei ihrer freiwilligen Helfer vor Ort waren, als wir ankamen. Alles klappte bestens und die Welpen konnten in unser Auto verladen werden.

Das einzig kleine Problem, das wir hatten: Die Helfer hatten die Kleinen nochmals kräftig gefüttert, bevor wir ankamen; vermutlich als Abschiedsgeschenk. Den armen Hunden wurde während der Fahrt total übel, da sie ja Autofahrten nicht gewohnt waren. Dementsprechend sah danach unser Privatauto aus und der Duft während der zweistündigen Rückfahrt beschreibe ich lieber nicht.

Nun sind aber Dwayne, Dash, DJ und Dexter bei uns in Sicherheit. Zuerst waren sie noch etwas verschüchtert, vermutlich war ihnen auch noch etwas schlecht, aber dann frassen sie doch mit gutem Appetit. Am Mittwoch erhalten sie ihre erste Imfpung und in rund sechs Wochen, dürfen sie zu ihren neuen Familien umziehen.

Tierschutz ist harte Arbeit und manchmal sehr frustrierend. So macht es glücklich, wenn man mit anderen Organisationen zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen kann.

  • Die Dachpappe in Bocs Gehege wird angebracht.

  • Das Regen- und Schattendach im Katzenhaus ist fertig.

  • Die Hundehütten sind bezugsbereit.

  • Boc beschnüffelt interessiert sein neues Zuhause.

  • Das Dach im Auslaufgehege D unserer Schäfermix-Gruppe wird errichtet.

  • Nun hat auch die Chaostruppe ihren Schattenplatz.

  • Es ist vollbracht: Das Schattendach im Gehege B ist fertig.

  • Vor dem Abschied machen Marlies und Ruedi Hämmerli noch Erinnerungsfotos mit unseren Vierbeinern.

  • Das Schattendach im Gehege G haben unsere Tierpfleger alleine gebaut. Sieht doch gut aus? Nun sind alle acht Dächer fertig.

  • Miro beim Blutdruckuntersuch

  • Miro geht's deutlich besser.

  • Der Hundezwinger als Katzenheim eingerichtet

  • Zur Eingewöhnung liessen wir Evita ihr Gehege, in dem sie viel Zeit bei unseren Tierärzten verbrachten, stehen.

  • Evita hat allerdings ihren Lieblingsplatz bereits gefunden: in der Röhre des Katzenbaums.

  • Ilena wird von Emma im Katzenhaus begrüsst.

Viel geschafft trotz Hitze von 40 Grad

05.08.2017

Marlies und Ruedi Hämmerli mussten nach zwei Tagen leider bereits wieder abreisen. Trotzdem haben sie uns bis zur letzten Minute geholfen.
Das Schatten- und Regendach für Boc im Katzenhaus wurde fertiggestellt wie auch das Schattendach bei unseren Schäfermix-Hunden im Gehege D und das Schattendach im Gehege B. Wir haben noch drei neue Hundehütten gekauft (wir haben keine Zeit um diese selbst zu bauen). Eine kam in einen unserer Notfallzwinger; die beiden anderen kamen zu Boc ins Katzenhaus. Er hatte bisher nur eine Transportbox als Unterschlupf. Peter Schaffner brachte noch Dachpappe auf den Hundehütten an, damit sie auch sicher bei Regen dicht sind.
Wir werden nun versuchen Miro zu Boc ins Gehege zu zügeln und hoffen, dass die beiden sich gut verstehen. Bocs Gehege ist etwas grösser als unsere provisorischen Zwinger, aber nicht so gross, dass Miro - der ja kaum etwas sieht - sich verloren fühlen würde.

Es fehlte also nur noch das letzte Schattendach im Gehege G. Damit beauftragten wir unsere Tierpfleger Ion und Vidu dies in Eigenregie zu bauen. Und es funktionierte wunderbar. Sie machten sehr gute Arbeit.

Währendessen fuhren wir mit dem alten Rüden Miro zu unseren Tierärzten. Die Behandlung hat gut angeschlagen. Sein Blutdruck ist von 240 auf 130 gesunken und somit also fast normal. Trotzdem liessen wir noch Blut abnehmen, um die Schilddrüsenwerte zu kontrollieren. Die Resultate werden wir erst später erhalten. Im Allgemeinen geht es ihm recht gut. Er frisst sehr gut und hat in fünf Tagen bereits 3.5 kg zugenommen.

Der Hundezwinger, den wir vor ein paar Jahren als Sachspende aus der Schweiz mitnehmen durften, haben wir in ein Katzenheim umgewandelt. Er wurde mit engmaschigem Gitter und Holzwänden ausgekleidet. Zudem stehen zwei Katzenkratzbäume und zwei kuschlige Körbchen drin. Der Boden wurde erst mit Hartplastikplatten versehen. Darauf wurden dicke Gummiplatten gelegt, damit es auch im Winter warm genung sein wird.
Evita und Jimbo sollten eigentlich dort einziehen. Den Besitzer von Jimbo haben unsere Tierärzte leider noch nicht erreicht. Jimbo wurde von einem Auto angefahren. Er musste operiert werden und ist seitdem inkontinent. Verständlich, dass dies in einem Haushalt mit kleinen Kindern nicht machbar ist. Leider zeigten die Blutuntersuchungen, dass er FIV positiv ist. Somit kann er nicht zu den anderen Katzen einziehen.
Evita lebt schon lange bei unseren Tierärzten. Sie wurde in Resita gefunden. Man hatte sie mit Frostschutzmittel übergossen und es ihr auch eingeflösst. Sie hat sich mittlerweile recht gut erholt. Auch sie ist leider FIV positiv. Da wir bisher keinen separaten Platz für sie hatten, lebte sie in der Praxis unserer Tierärzte. Nun ist sie in den umgebauten Hundezwinger eingezogen und wir hoffen, dass Jimbo bald hinzukommt.

Ilena, ebenfalls eine Katze mit Autounfall, durfte ins Katzenhaus einziehen. Sie wurde von unseren Tierärzten mehrfach operiert. Einige Teile der Wirbelsäule mussten entfernt werden, da sie völlig zertrümmert waren. Auch sie ist inkontinent, ansonsten aber gesund.

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