Sabotage und neuer Schützling

  • Miro, winselnd vor Freude

  • Zuerst ein allgemeiner Untersuch

  • Dann werden die Augen angeschaut.

  • Auf diesem Foto sieht man das Augenproblem deutlich.

  • Miro, genüsslich fressend in unserem Tierheim

  • Jolanda von Soldiers for Romanian Dogs mit Nicole und Peter Schaffner (alle total ungeübt in Sachen Selfies)

  • Die Sabotage der Schäferhunde

Sabotage und neuer Schützling

29.07.2017

Da unsere Schäferhund-Mix Gruppe den Bau der Schattendächer sabotierte, müssen sie noch etwas auf ihr Schattendach warten. Sie fanden es wunderbar, die Holzabdeckung zu entfernen und die Metallhalter aus dem Beton zu ziehen.
Somit mussten wir erst die Betonpflöcke wieder entfernen und nochmals neu betonieren. Hoffentlich dieses Mal mit Erfolg.

Heute waren wir eigentlich unterwegs nach Moldova Noua. Wir trafen dort Jolanda von der Tierschutzorganisation Soldiers for Romanian Dogs. Wir kannten uns bisher nur online und via Telefon. Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine Art Zusammenarbeit zustande kommt. Sie wollen uns auf jeden Fall unterstützen und wir werden, sofern unser neuer Standort in Moldova Noua sein wird, Strassenhunde beherbergen. Sie machen monatlich dort vor Ort eine Kastrationsaktion. Dies hilft natürlich enorm, um die Zahl der Strassenhunde einzudämmen.

Wie geschrieben, wir waren unterwegs zu Jolanda, als ich - Nicole Schaffner - mal wieder eine Eingebung hatte, dass ein Hund am Strassenrand unsere Hilfe benötigte. Wir nehmen ja nur Notfälle auf, denn wir hätten schlicht zu wenig Platz, alle Strassenhunde einzusammeln. Und es würde auch keinen Sinn machen.
Also bat ich meinen Mann Peter bei der nächsten Gelegenheit umzudrehen und bei dem Hund anzuhalten. Und tatsächlich fanden wir einen sehr alten, ehemaligen Jagdhund. Er war fast blind, hörte aber unser Auto und stand bereits Schwanz wedelnd auf. Als ich zu ihm ging und ihn streichelte, begann er vor Freude zu winseln.
Miro, so haben wir ihn getauft, ist ein ganz lieber Kerl. Leider sieht er tatsächlich fast nichts mehr und er ist extrem abgemagert. Also hat man wohl den unbrauchbaren Jagdhund kurzerhand am Strassenrand entsorgt. Es macht mich jedes Mal sehr wütend und traurig.
Wir fuhren ihn zu unseren Tierärzten, die ihn untersuchten. Leider hat er sehr hohen Blutdruck. Die Blutwerte waren allerdings unauffällig. Nach der Behandlung gegen Parasiten nahmen wir ihn mit in unser Tierheim. Bei uns bekommt er nun sein sogenanntes "Gnadenbrot". Ich mag diesen Ausdruck allerdings überhaupt nicht. Ich empfinde es nicht als Gnade dem Tier gegenüber, sondern vielmehr als Verpflichtung. Jahrelang hat Miro vermutlich seinem Besitzer gedient und nur hat er es auch verdient im Alter gut umsorgt zu werden.
Unsere Tierpfleger wurden genau instruiert, wie sie mit Miro umzugehen haben. Da er fast nichts sieht, braucht er eine etwas spezielle Betreuung und täglich seine Medikamente gegen den Bluthochdruck.

Herzlich Willkommen, Miro! Bei uns darfst du leben, so lange es dir gut geht.

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