Vier Tage in Bukarest

  • Das grösste Tierheim der Welt: die Smeura

  • Unterbringung der Welpen

  • Hundetransportmittel

  • Quarantäne

  • Vorbereitung der Hunde vor der Reise ins Ausland

  • Kleiner Hundeauslauf auf einer Terrasse

  • Nicole Schaffner, Sorin Mezin und die Tierheimleiterin im Gespräch

  • Sicht von der Terrasse auf die Welpengehege

  • Rundgang durchs Gelände

  • Footprints of Joy von "Save the dogs and other animals" in Cernavoda

  • Mitarbeiterin Catalina führt Nicole und Peter Schaffner durchs Tierheim

  • Auch einer der Tierärzte nahm sich Zeit und tauschte Erfahrungen mit uns aus.

  • Ex-Senator Marinescu, Sorin Mezin, Radu Stoica, Nicole und Peter Schaffner im Tierheim in Bukarest

  • Akita aus dem Tierheim in Bukarest darf zu uns.

  • Auch Alex darf nach Brebu.

  • Auch das Fernsehen berichtete über unsere Rettungsaktion.

Vier Tage in Bukarest

10.03.2016

Schon vor einiger Zeit erhielten wir einen Hilferuf aus Bukarest. Ein kleines, privates Tierheim eines verstorbenen Politikers muss geräumt werden, weil dort ein Villenviertel entstehen soll. Ex-Senator Marius Marinescu betreut nun dieses Heim seines verstorbenen Freundes. Beide Senatoren haben sich während ihrer politischen Laufbahn für die Strassenhunde in Rumänien eingesetzt und versucht die Gesetzesänderung - Legalisierung der Tötungen - zu verhindern.

Sorin Mezin, Nicole und Peter Schaffner fuhren also nach Bukarest. Unterwegs hielten sie beim grössten Tierheim der Welt, der Smeura, an. Der Besuch war angemeldet und sie wurden sehr freundlich empfangen. Die Leiterin der Smeura führte durch alle Gebäude des Tierheims und antwortete offen auf alle Fragen.
Auf dem 5 ha grossen Grundstück werden rund 5'500 Hunde betreut! Es ist erstaunlich wie sauber alles gehalten werden kann. Wir kennen weit kleinere Tierheime, bei denen man beinahe die Nase zuhalten muss, um einen Besuch zu ertragen. In der Smeura hingegen roch es nur ein klein wenig.
Organisatorisch wird dort eine Meisterleistung vollbracht. Es braucht schon ein sehr exaktes Arbeiten, dass bei über 5'000 Hunden kein Tier vergessen oder "verloren" geht. Es war ein sehr eindrücklicher Besuch.

Am nächsten Tag besuchten die drei WIOCA Vertreter das Tierheim "Footprints of Joy" von "Save the dogs and other animals" in Cernavoda. Dieses Tierheim ist schlicht ein Traum. Wir können nur hoffen, dass unser Tierheim am Ende so ähnlich ausschauen wird. Die Tiere haben genügend Platz und werden auch von freiwilligen Helfern beschäftigt. Es ist, abgesehen vom Gebell der Hunde, eine sehr ruhige, angenehme Atmosphäre. Auch Esel und Pferde werden dort betreut. Das Tierheim lädt zum Besuch und zum Verweilen ein.

Am dritten Tag fand das Treffen mit Ex-Senator Marinescu im Tierheim statt. Auch das Fernsehen war anwesend. Im strömenden Regen wählten wir fünf Hunde aus, die zu uns in Sicherheit gebracht wurden. Wenn das Tierheim nämlich definitiv geschlossen wird, müssen die Hunde entweder zurück auf die Strasse oder ins öffentliche Tierheim in Bukarest. Dieses hat einen extrem schlechten Ruf. Das Schicksal der Hunde wäre demnach besiegelt.
Wir hätten gerne mehr Hunde gerettet, aber wir haben einfach keinen Platz mehr in Brebu. Wir hoffen sehr, dass die Bemühungen, die anderen Hunde an anderen Orten unterzubringen, erfolgreich sein werden.
Der Transport der Hunde wurde so organisiert, dass sie drei Tage nach der Rückkehr nach Brebu ankommen werden. So blieb genügend Zeit um die Ankunft vorzubereiten.

Am vierten Tag stand die Rückreise nach Brebu an. Bukarest ist zwar nur rund 480 km von Brebu entfernt, da jedoch nur ein ganz kleiner Teil des Weges aus Autobahn besteht, dauert die Fahrt rund sieben Stunden.

Fazit der vier Tage:
Wir konnten fünf Hunde retten.
In unseren Köpfen schwirren viele Eindrücke und neue Ideen.
Ex-Senator Marinescu hat versprochen uns bei den administrativen Probleen betreffend unseres Tierheims zu helfen, so gut er kann.
Autofahren in Bukarest ist lebensgefährlich. Der Verkehr in Paris ist nichts dagegen.

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